Wenn sich eine Gesellschaft auf ein bestimmtes Narrativ geeinigt hat, oder durch massive, permanente Propaganda darauf geeinigt wurde, nimmt die Mehrheit dieses Narrativ als eigene fixe Überzeugung an, und betrachtet jeden, der es kritisiert, oder gar ablehnt, als Feind. So ein Narrativ kann in sich völlig absurd sein, oder gewalttätig, oder rassistisch, brutal, und zutiefst inhuman. Alles ist möglich !Wenn nur ein starker Magnet vorhanden ist, der alles an Glaubensfähigkeit eines Volkes an sich zieht, werden sogar Menschenopfer, und die aller schlimmsten rassistischen Verbrechen als „gut und richtig“ akzeptiert. Das hat unsere Geschichte vor einigen Jahrzehnten auf unglaublich schreckliche Weise gezeigt !Es kommt immer auf einen starken Glaubensmittelpunkt an !Das war bei den Hexenverfolgungen so, und das war bei den unzähligen Pogromen so, und das war bei diversen furchtbaren Kriegen so !Machthaber müssen immer ein Glaubensrelikt schaffen, das sie den Menschen vor den Nasen hin und her bewegen, wie es der Hypnotiseur im Varieté mit seinem falschen Edelstein tut, wodurch sein Medium in Trance verfällt, und genau das macht, was er ihm befiehlt. So ein Glaubensrelikt kann auch eine Krankheit sein, vor der sich Menschen fürchten. Und innerhalb des Narratives sind sich alle einig, dass jeder, der etwas hinterfragen will, oder an etwas zweifelt, oder der etwas vielleicht tatsächlich besser weiß, ein böser Feind ist, der mit allen Mitteln zum Schweigen gebracht werden muß. Dieser Zustand endet erst, wenn das Narrativ – aus welchen Gründen auch immer- zerbricht, oder sich auflöst. Da haben es dann alle „eh schon immer gewusst“, oder sie waren „eigentlich eh immer schon dagegen“. Oder, sie können sich einfach an nichts mehr erinnern.

Euer Pepone

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